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Muldenstein: Mobbing oder auch Bullying ist in der heutigen Gesellschaft weit verbreitet. Immer wieder erlebt man vor allem an Schulen, wie kleinere und schwächere Schüler von den Älteren regelrecht fertig gemacht werden, sei es verbal oder schlimmstenfalls auch physisch. Den Tätern ist dabei egal, inwieweit sie ihr Opfer verletzen und welche Folgen Mobbing haben kann. In vielen Fällen kommt es zu einer psychischen Traumatisierung, manche Mobbingopfer nehmen sich sogar das Leben. Psychologen haben erwiesen, dass auch Amokläufe durch frühere Mobbingattacken ausgelöst werden können. Mit Ursachen und Folgen dieses Themas und vor allen Dingen mit Hilfe für Betroffene setzte sich am 14. Januar im Rahmen des „Fair bringt mehr“- Tages die Sekundarschule Muldenstein auseinander. Unterstützt von verschiedenen Kooperationspartnern, wie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, den Hochschulen Merseburg und Magdeburg, der Volksbank-Raiffeisenbank und vielen mehr hatten die Kinder im Vorfeld in 19 Stationen zum Thema Mobbing gearbeitet und die Ergebnisse am 14. Januar vorgestellt. Unter dem beachtlichen Engagement der Schüler sind beeindruckende Ergebnisse herausgekommen, zum Beispiel ein kleiner Spielfilm, eine Fotodokumentation, ein von der Schülerschaft bereits ausgefüllter Mobbing-Fragebogen, künstlerische Werke wie Gipsplastiken, Dot-Painting oder eine Graffity-Wand, eine Rap-, Trommel- sowie Tanzperformance und noch Einiges mehr. Mobbing zeigt sich in den verschiedensten Formen und Dimensionen. Häufig werden die Opfer mittels Gerüchten und Ausgrenzung bloßgestellt, in anderen Fällen kommt Gewalt ins Spiel. Wichtig ist, den Opfern Hilfe anzubieten, den dieses Thema ist ernster, als man anfangs denken mag. „Fair bringt mehr“ ist ein Projekt des Bundesprogrammes „Vielfalt tut gut“. Es steht für mehr Fairness, mehr Selbstvertrauen für Kinder und Jugendliche sowie weniger Aggressionen und Gewalt in Kindergärten und Schulen.
[rbwAKTUELL 25.01.10]
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