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Bitterfeld-Wolfen: Das Kurt-Weill-Fest ist eines der großen Aushängeschilder der Stadt Dessau-Roßlau. Seit 18 Jahren lockt das Festival jedes Jahr tausende Menschen in die Muldestadt, seien es nun Einheimische, Touristen aus anderen deutschen Bundesländern oder auch internationale Gäste. In diesem Jahr wurde das traditionelle Festival am 26. Februar feierlich eröffnet; knapp eine Woche erwarteten die Besucher kulturelle Highlights verschiedenster Bereiche, wie zum Beispiel der Verbindung von Literatur und Musik, dargestellt in der Musikalischen Lesung von Winnie Böwe und dem Ensemble Piaccordia am 06. März in der Kreissparkasse Anhalt-Bitterfeld. Sie präsentierten dort Werke 4 bedeutender Persönlichkeiten. Los ging es also mit einigen Textpassagen über „Das experimentelle Theater“, verfasst von Bertolt Brecht. Hierbei ging es darum, dass sich das europäische Theater bereits seit langer Zeit in einer Epoche der Experimente befindet, in der es versucht, neue Stücke nach zwei Hauptpunkten zu erarbeiten: Unterhaltung und Belehrung. Zeitgleich wurde im Übrigen im Anhaltischen Theater Dessau das Musical „One touch of Venus“ aufgeführt, Weills erfolgreichste Broadway-Produktion, aus der auch das diesjährige Motto „New art is true art“ stammte. Einen Tag später, am 07. März, fand das 18. Kurt-Weill-Fest nach 10 Tagen, mehr als 300 Künstlern in 34 Veranstaltungen und 9200 Besuchern sein Ende. Ab dem nächsten Jahr soll sich das Festival laut Aussagen des neuen Intendanten Michael Kaufmann übrigens ein klein wenig anders gestalten. Zuerst einmal wird es um eine Woche verlängert, außerdem will man mehr Wert auf Internationalität legen. In den kommenden drei Jahren wird man sich zudem den bedeutendsten Lebens- und Arbeitsstationen von Weill widmen: Berlin, Paris und New York.
[rbwAKTUELL 08.03.10]
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