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Reppichau: Die Geschichte der Gemeinde Reppichau nahe der Bachstadt Köthen begann vor sehr langer Zeit, genauer gesagt, am 28. Dezember 1156. Das kleine Örtchen blühte langsam, wurde auch zwei Jahrhunderte später nur von 12 Vollbauern bewohnt. Bis heute hat sich Reppichau dennoch mit etwa 500 Einwohnern zu einer ansehnlichen und vor allem wertvollen Gemeinde entwickelt, denn genau hier wurde vor ungefähr 800 Jahren Geschichte geschrieben. Hier lebte zu dieser Zeit ein Mann, der den Menschen zum ersten Mal zu ihren Rechten verhalf: Eike von Repgow. Er entwarf mit dem Sachsenspiegel das erste Gesetzbuch. Das war noch nicht alles, denn zusammen mit dem Magdeburger Stadtrecht, man bezeichnet diese Verbindung heute als sächsich-magdeburgisches Recht, galt der Sachsenspiegel über weite Teile Ost- und Mitteleuropas, sogar bis zum Baltikum. Aufgrund der großen Bedeutung Eike von Repgows feiert man in diesem Jahr seine erste urkundliche Erwähnung vor 800 Jahren. Doch damit nicht genug, es werden gleich zwei große Jubiläen gefeiert, schließlich wird auch Reppichau selbst 850 Jahre alt. Vom 19. bis zum 21. Juni wird sich die Gemeinde deswegen in ein riesiges Fest verwandeln.
Auch Samstag und Sonntag stehen so einige besondere Programmpunkte auf der Tagesordnung. Der Höhepunkt wird der große Festumzug am Sonntag sein, bei dem sich Reppichau noch mal ganz an seinen Ursprung begibt und zeigt, wie alles angefangen hat. Das dies so möglich sein wird, hat Reppichau auch den Fördermitteln des Kultus- und Wirtschaftsministeriums und der Förderung über das Kulturinvestitionsprogramm zu verdanken. Diese haben unter anderem dafür gesorgt, dass der Dorfplatz und das mittelalterliche Vereinshaus wieder in neuem Glanz erstrahlen können.
[rbwAKTUELL 26.05.09]
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