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Zerbst: In Zerbst wurde ein bedeutendes Denkmal am vergangenem Freitag enthüllt. Als einzige in Deutschland, welche der Zarin „Katharina der Großen“ gewidmet ist, steht die Statue nun im Zerbster Schlossgarten. Gäste aus Politik, Adel und Gesellschaft wohnten der geschichtsträchtigen Weihe bei. Denn dieses Denkmal darf als „kultureller Brückenschlag“ und als ein Zeugnis „deutsch-russischer Freundschaft“ gesehen werden. Schließlich finanzierten russische Sponsoren die Herstellung und das Aufstellen der überlebensgroßen Bronzestatue. Heute blickt Katharina II. auf die Ruine des im zweiten Weltkrieg zerstörten Stadtschlosses, damals, bis ca. 1744 war sie selbst für zwei Jahre, Einwohnerin im Schloss, nun ist Sie dank des berühmtesten Bildhauers der Gegenwart in der russischen Förderation, Professor Michail Perejaslawez , wieder Zu Hause angekommen.
Lang war der Behördenweg, bis Perejaslawez vor drei Jahren grünes Licht bekam und begann die Bronzefigur zu fertigen. Heute, mehr als 14 Jahre nach dem entstehen der Idee ist der Künstler stolz auf das erreichte.
Der Festakt wurde musikalisch von der Anhaltischen Philharmonie begleitet und fand so eine, dem Anlass entsprechende Umrahmung. Nach der feierlichen Einweihung wurden einige der Unterstützer mit der Ehrenmitgliedschaft im Internationalen Förderverein für Katharina II. ausgezeichnet. Überhaupt fand diese Denkmalweihe großen Anklang. Zum einen bei zahlreichen Kirchenvertretern, Politikern und na klar, beim Adel sowieso. Aber auch mehrere hundert Bürger waren gekommen, um dem geschichtsträchtigen Brückenschlag beizuwohnen. Für Bürgermeister Helmut Behrendt ist die Rückkehr der Zarin Katharina II. oder Sophie Auguste Friederike Prinzessin von Anhalt Zerbst etwas ganz besonderes. Unterdessen hofft Behrendt auf die touristische Wirkung nach Außen. Immerhin besitzt die Stadt Zerbst eine Sammlung über Katharine II. in der man sich über das Leben und Wirken der Prinzessen von Anhalt Zerbst informieren kann. Dort erfährt man auch, dass entgegen vieler Meinungen die Prinzessin nicht in Zerbst geboren wurde, lediglich nur zwei Jahre in der ehemaligen Residenzstadt lebte.
[rbwAKTUELL 15.07.10]
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