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Lutherstadt Wittenberg: Wie die Mitteldeutsche Zeitung schrieb, habe der Stadtrat der Lutherstadt Wittenberg mit einer knappen Mehrheit von 13 zu 11 Stimmen weder für noch gegen die Schließung des Kultur- und Tagescentrum, kurz KTC, sondern für die Rückverweisung des Themas in die Ausschüsse, gestimmt. Für den Oberbürgermeister Eckhard Naumann sei dieser Beschluss nicht haltbar und verantwortungslos. Immerhin gehe es bei den Bedenken um sicherheitsrelevante Defizite im Gebäude. Da ist von Brandschutzsicherung die Rede und da hört nun einmal der Spaß auf. Nunmehr ist diese Beschlussvorlage in die Ausschüsse zurückverwiesen worden und das bedeutet im Moment, keine Änderung in der Nutzung. Allerdings ist aber auch die Situation für die dort ansässigen Vereine heikel. Immerhin sind dort einige erst ansässig geworden, „nun soll es dort nicht zugehen wie im Verschiebebahnhof“ hieß es in der MZ Ausgabe. Die CDU Abgeordnete Gabriele Haseloff wies darauf hin, dass es ja so eilig nicht sein kann mit einer Lösung, schließlich liege die Brandsicherheitsschau, die für diese Entscheidung verantwortlich sei, schon ein Jahr zurück.
Die Stadträte sollen über die weitere Nutzung oder den Umzug der Vereine befinden. Die eine Lösung heißt: Erhalt des großen Saales und Bereitstellung von Mitteln zum Umzug der Vereine, Gesamtkosten 40 000 Euro. Die andere: Komplette Weiternutzung, allerdings währen dafür 108 000 Euro von Nöten. Stellt sich allerdings für den Außenstehenden Beobachter die Frage, braucht die 45 000 Einwohner Stadt zwei derartige Kulturstätten? Denn mit der Fertigstellung des Stadthauses für etwa 7 Millionen Euro, in spätestens drei Jahren, werde ein adäquater Ersatz für das von vielen Freiwilligen im Rahmen von NAW Stunden 1963 gebaute KTC geschaffen. Ob die neue Stadthalle nun die enorme Besuchersumme von insgesamt 33 000 Gästen aufnehmen könne und auch ähnliche Veranstaltungsvoraussetzungen erfüllt, bleibt abzuwarten.
[rbwAKTUELL 04.07.10]
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