Newsflash 5 von 6: Wetter: Am Donnerstag sommerlich heiße 34°C * Im Tagesverlauf sind Gewitter möglich
Begriff eingeben
Schandflecke werden mit Kunst verziert
Köthen: Leider verschandeln das Stadtbild Köthens immer öfter Schmiererein an Trafohäuschen. Doch der Bachstädter Alexander Sitt hat dem Vandalismus den Kampf angesagt. Im Auftrag der enviaM bringt er Kunst an die Wand. 4 Trafohäuschen in Köthen, zwei in Aken und Osterneinburg und eines jeweils in Gölzau und Gröbzig wurden von dem Graffitikünstler gestaltet. In akribischer Handarbeit versteht sich. So werkelt Alexander an einem Bild schon mal 15-20 Stunden. Die Ideen zu den Bildern kommt nicht von ungefähr. Der Energiedienstleiter enviaM hatte kürzlich Grundschulen und Horte in Köthen aufgerufen Vorschläge unter dem Motto: Johan Sebastian Bach – wie sehen Kinder ihn heute“ einzureichen. Am Mittwoch wurden die Sieger vorgestellt. Vertreten durch Sahra-Michelle Hehnes und Johannes Miething gewann die Grundschule Wulfen den Malwettbewerb für das Bild am Köthener Galgenberg. Die beiden Schüler der 4.Klasse sahen beim Vororttermin die Umsetzung ihres Entwurfes zum ersten Mal und waren begeistert wir Graffitikünstler Alexander Sitt ihren Entwurf umgesetzt hat. Auch für die Geschäftsführung der enviaM steht der nachhaltige Umgang mit der Jugend im Vordergrund des Handelns. Jeder Besucher der Stadt Köthen, welcher aus Richtung Bitterfeld in die Stadt fährt wird künftig die Arbeit der Kinder und des Künstlers sehen können. Alexander Sitt, welcher schon seit mehr als 10 Jahren mit der Dose in der Hand Fassaden verziert ist im richtigen Leben Dachdecker. Sein Arbeitgeber hat ihn für diesen ungewöhnlichen Auftrag vom Dach genommen. Wer beispielsweise auch seine eigene Fassade in neuem Glanz erstrahlen lassen will, hat in Alexander Sitt einen unkonventionellen Künstler gefunden. Erst einmal ist nach den 10 Trafohäuschen in Köthen und Umgebung der Auftrag der enviaM abgeschlossen. Die Geschäftsführung und auch alle Köthener sind sich jedoch einig, dass in den kommenden Jahren weitere folgen sollen.
[rbwAKTUELL 03.05.12]
Auf Grund der demografischen Entwicklung des Landes Sachsen-Anhalt bis 2050 diskutiert man über eine Stadt Anhalt, welche sich aus der Stadt Dessau-Roßlau sowie den Landkreisen Anhalt-Bitterfeld und Wittenberg zusammensetzt. Die heutigen Städte wären dann Stadtteile. Ein denkbares Szenario?