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Kemberg: Mit gerade einmal 30 Minuten Verspätung, immer noch frohen Mutes und einer herrlichen Begrüßung erreichte die Gruppe um Bruder Martin und dem Bürgermeister der Stadt Wittenberg, Torsten Zugehör die St. Marienkirche der Stadt Kemberg, um für ein paar Minuten Rast einzulegen und sich für den weiteren Marsch zu stärken und mit den Botenläufern der Stadt Wittenberg fortzusetzen.
Neben Kemberg waren auch andere orte wie Bad Düben oder Lubast eine ihrer vielen kurzen Zwischenhalte auf dem 73 km langen Lutherweg von Leipzig nach Wittenberg.
Mit der eintägigen Wanderung wollen Zugehör als Johann von Staupitz und Bernhard Naumann im Gewand von Martin Luther an die selbige Wanderung Luthers vor 500 Jahren erinnern.
Grund dafür war die bevorstehende Promotion Luthers, die 1512 in der Wittenberger Schlosskirche stattfand. Die dafür zu zahlenden 50 Gulden, die Friedrich der Weise dem Mönch Luther gab, waren jedoch in der Hofkasse zu Leipzig abzuholen. So machte sich also Luther damals zu Fuß auf den Weg.
Und so ging es dann auch schon wieder weiter, um auch noch die letzten Kilometer bis zum Thesentor an der Schlosskirche in Wittenberg bestreiten zu können. Und auch wenn zum Ende bei (fast) allen die Blasen an den Füßen zwickten, kam man gutgelaunt nach gut 16 Stunden in der Lutherstadt Wittenberg an. [rbwAKTUELL 06.09.12]
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