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Köthen: Die Köthener staunten am Dienstag Morgen nicht als sie über den Marktplatz der Bachstadt flanierten, denn zahlreiche Staatskarossen bestimmten hier das Bild. Viele fragten sich wohl welchen Anlass die starke Polizeipräsens und der Konvoi der edlen Fahrzeuge hatte. Grund dafür war eine auswärtige Kabinettssitzung der Landesregierung Sachsen Anhalts. Pünktlich 10 Uhr wurde die lokale Presse zum Fototermin geladen. Neben dem Gastgeber, Oberbürgermeister der Bachstadt Kurt Jürgen Zander, war das komplette Magdeburger Kabinett unter Leitung von Ministerpräsident Dr. Wolfgang Böhmer vertreten. Unter Anschluss der Öffentlichkeit wurden dann im köthener Ratssaal überregionale aber auch vor allem regionale Themen besprochen. Ministerpräsident Böhmer betonte, das „Der Landkreis Anhalt-Bitterfeld zu den wirtschaftlich stärksten Landkreisen in Sachsen Anhalt gehört. Dazu hat auch die Wirtschaftsförderung einen wichtigen Beitrag geleistet. Damit die Region eine gute Zukunft hat, investieren wir aber auch in Bildung und Kultur und treiben den Stadtumbau voran.“ Aber auch infrastrukturelle Themen standen auf der Tagesordnung. So wurden Beispielsweise der Stand der Planungs- und Bauarbeiten der B6n Ortsumfahrung Köthen näher erläutert, sowie über die Bahnstrecke Köthen-Aken gesprochen. Bezüglich der Bahnstrecke gab es gute Nachrichten, denn die Deutsche Bahn will die Strecke zunächst nicht ausschreiben, so dass man die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie abwarten kann und so den Personen- und Güterverkehr vielleicht wieder beleben kann. Im Anschluss an die Kabinettssitzung besuchten die einzelnen Minister Institutionen und Betriebe die in den jeweiligen Zuständigkeitsbereich fallen. So auch der Kultusminister Jan-Hendrik Olbertz. Er war am Nachmittag zu Gast im Ingenieurbüro Stuwe. Dort konnte sich Olbertz einen Eindruck von den Planungsarbeiten für die Umbau des Köthener Marstalles verschaffen, in dem in naher Zukunft die Musikschule Johan Sebastian Bach einziehen wird.Der Kultusminister war erfreut über die gute Zusammenarbeit des Eigentümers der Immobilie, der Stiftung Dome und Schlösser, dem Projektsteuerer der EWG, sowie des Architekturbüros AAD. Olbertz, der selbst ein großer Befürworter der Musikschule in Köthen ist war überzeugt, dass Bauherren und Architekten ein gutes Gesamtkonzept für den Umbau erarbeitet haben, denn nur der Kontex zwischen Musikschule und Johan Sebastian Bach dienen der Erhaltung des Schlosses in dem man eben dieses nutzt. Für die Realisierung des Projekts stemmt die Landesregierung den Mammutanteil mit rund einer Million Euro. 12 Prozent der Gesamtsumme hat der Landkreis zu leisten. Der Förderverein der Musikschule beteiligt sich mit rund 60.000 Euro am Bauvorhaben. [rbwAKTUELL 10.03.10]
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