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Lutherstadt Wittenberg: Es herrschte ein regelrechtes Gedränge vor der Baugrube zum zukünftigen Zentralen Besucherempfang, wo ein Zelt die vielen Gäste und Neugierigen gar nicht fassen konnte. Viele waren gekommen um den Startschuss eines Projekts mitzuerleben, das schon seit sieben Jahren diskutiert wurde. Oberbürgermeister Eckhard Naumann freute sich über das große Interesse, das das Geschehen auf der einstigen Brache in der Stadtmitte hervorruft.
Eigentlich hätte man schon fast Einweihung des Stadthauses feiern wollen, doch die ursprünglichen Pläne machte der Fund des Grabs Kurfürst Rudolf des II. im Februar 2009 zunichte. Die Bauarbeiter machten den Archäologen Platz, die viele kleine und große Zeitzeugen aus der Erde beförderten, darunter das Schwert Rudolfs.
Wie wichtig der Platz um die Klosterkirche für Wittenberg ist, machte auch Ministerpräsident Haseloff noch einmal deutlich. Hier befänden sich die Ursprünge der Stadt, hier baute man eine Kirche und damit eine Gradlegung, nur deswegen ließ sich die Dynastie der Askanier hier nieder.
Und hierher, wo die Geschichte Wittenbergs einst begann, soll auch der Besuch der Touristen zukünftig beginnen: Im Zentralen Besucherempfang mit Stadthaus, Stadtinformation, Ratsarchiv und "Historischer Stadtinformation“, für die insgesamt 15 Millionen Euro investiert werden sollen.
Fertig werden soll das vierteilige Ensemble natürlich bis zum Reformationsjubiläum 2017, Zeit also den ersten symbolischen Stein zu legen. In die Zeitkapsel kamen neben dem Entwurf, Bauplänen und einer Tageszeitung ein paar Münzen und dann legte der Ministerpräsident auch schon los. Der Mörtel war unter den wachsamen Augen der Wittenberger schnell aufgetragen und der Grundstein mit vielen guten Wünschen festgeschlagen.
[rbwAKTUELL 26.08.12]
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