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Bitterfeld-Wolfen: Soziale Kompetenz und Teamfähigkeit stärken- das ist das Hauptziel des Projektes „Mitwirkung“- Lernen in fremden Lebenswelten. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Bedeutung von Kommunikationsfähigkeit und personellen Kompetenzen im beruflichen Alltag ist das Projekt aus dem Bundesprogramm XENOS heraus gewachsen und wird von der Freiwilligenagentur Halle/Saalkreis in Kooperation mit der Freiwilligenagentur mehrWERT in Anhalt-Bitterfeld umgesetzt. Zum ersten Mal erfolgreich angewandt, wurde es im Rahmen einer Projektwoche, in der Auszubildende des Solarzellenherstellers Q- Cells und Beschäftigte mit Behinderung aus den Werkstätten der Diakonie Bitterfeld-Wolfen aufeinander trafen. Nach einer intensiven pädagogischen Vorbereitung schauten sich zuerst die jungen Menschen der Diakonie bei Q- Cells um, dann kamen die Auszubildenden des Unternehmens in die Diakoniewerkstatt. Hier galt es dann, Seite an Seite und Hand in Hand zu arbeiten, um gemeinsam einen neuen Pausenplatz zu errichten. Die Reaktion auf Verschiedenheit, die Akzeptanz von Unterschieden und die Toleranz von fremden Lebenswelten standen dabei für die Stärkung der sozialen Kompetenz der jungen Menschen an erster Stelle.
Schon nach weniger Zeit trug das Projekt Früchte. Das Zusammenspiel der Auszubildenden von Q- Cells und der Beschäftigten der Diakonie funktionierte ohne Probleme und die Arbeit ging mit großen Schritten voran. Selbstverständlich wurden sie die ganze Zeit pädagogisch betreut, um ihr Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. Dass ihnen diese gemeinsame Zeit so viel Spaß machen würde, hat der Q- Cells Nachwuchs wahrscheinlich nicht gedacht. Ihre Erfahrungen werden sie mit Sicherheit auch in ihren Ausbildungsalltag weitertragen. Am Ende der Projektwoche war es schließlich vollbracht, der Pausenplatz der Diakonie wurde mit vereinten Kräften fertiggestellt und konnten von allen Mitwirkenden eingeweiht werden. Als kleines Andenken trug er eine Solarzelle, unterschreiben von allen Azubis von Q- Cells. Auch die Beschäftigten der Diakonie hatten ein kleines Geschenk vorbereitet, um ihren kurzzeitigen Arbeitskollegen für die schöne Zeit zu danken. Diese Projektwoche wird ihnen wohl noch lange in Erinnerung bleiben. Die Beteiligten haben eins gelernt: Ohne Toleranz und Teamgeist kommt man im Beruf und im sozialen Umgang nicht weiter. Man sollte offen auf seine Mitmenschen zugehen und keine Angst vor anderen Lebenssituationen haben. Das Projekt „Mitwirkung“ hat sein Ziel somit erreicht und ist auch für die weitere Umsetzung zu empfehlen. „Mitwirkung“ ist kein Projekt, was kommt und geht. Es hinterlässt bleibende Eindrücke, die nicht nur die Zusammenarbeit im beruflichen Alltag, sondern auch den zwischenmenschlichen Umgang entscheidend beeinflussen können.
[rbwAKTUELL 05.10.09]
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